Harmonisierte Produktions- und Logistikregelung (HaProLoK)
Ausgangssituation
In der aktuellen Forschung und Praxis fehlt ein dezentrales Regelungskonzept, das eine gleichberechtigte und integrierte Steuerung von Produktions- und Logistiksystemen ermöglicht und gleichzeitig mit geringem technischen und organisatorischen Aufwand umsetzbar ist. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stellen bestehende Ansätze oft hohe Anforderungen, da sie nicht ohne aufwändige Systemidentifikation, simulative Optimierung oder Machine Learning umzusetzen sind. Die Dezentrale Produktionsregelung (DPR) nach Brinzer hebt sich hierbei als praxistauglicher Ansatz hervor: Sie ist mit wenigen Parametern, geringem Datenbedarf und ohne komplexe Methoden einsetzbar und hat sich bereits in industriellen Anwendungen bewährt. Allerdings beschränkt sich die DPR bislang auf die Produktionsregelung und lässt innerbetriebliche Transporte unberücksichtigt. Zudem fehlt eine Implementierung von CPS (Cyber-physische Systeme), die eine dynamische und koordinierte Steuerung beider Bereiche erlaubt.
Zielsetzung von HaProLoK
Ziel des Forschungsprojektes HaProLoK war die Entwicklung einer harmonisierten, dezentralen Produktions- und Logistikregelung, die speziell auf die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen von KMU zugeschnitten ist. Im Fokus steht ein robuster, effizienter und anpassungsfähiger Regelungsansatz, der mit vertretbarem Aufwand in bestehenden Strukturen implementiert werden kann.
Der zu entwickelnde Regelungsansatz soll sich durch folgende Kernmerkmale auszeichnen:
Robustheit und Veränderungsfähigkeit der Produktions- und Logistikabläufe durch Dezentralisierung sowie Regelungsprinzipien, die für KMU umsetzbar sind.
Ein schlanker, mit wenig Vernetzungs- und Regelungsaufwand umsetzbarer Ansatz, der direkt über CPS oder klassische PPS-Systeme effiziente Produktions- und Logistikprozesse für KMU fördert.
Hohe Mitarbeiterakzeptanz, transparente und einfache Abläufe, Berücksichtigung dynamischer Restriktionen sowie Adaptier- und Integrierbarkeit in bestehende Strukturen.
Beteiligte Forschungseinrichtungen
Das Forschungsprojekt HaProLoK wurde vom Institut für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart und dem Kooperationsnetzwerk Moderne Produktion (KMP) der TH Mannheim gemeinsam bearbeitet.
Förderung
- IGF – Industrielle Gemeinschaftsforschung
- AiF – Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V
Projektbegleitende Unternehmen



